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Zucht und Verbreitung
Der schwarz-weiß-rot/braune Hund im Volksmund wegen der weißen Blässe auf Nase und Stirn liebevoll Bläss genannt, ist vom Aussterben bedroht. Ende
der 90er Jahre bellten gerade noch 20 rassereine Hündinnen und 15 Rüden
im Appenzeller Land. Etwa 200 Rassetiere waren
es in der ganzen Schweiz. In ganz Appenzell-Ausserrhoden gibt es keine Züchter mehr, in Innerrhoden nur noch eine handvoll.
Hintergrund
für den Rückgang der Rasse ist die eingetretene
Veränderung der Viehhaltung auf den Appenzeller Höfen. Stallhaltung und elektrische Viehhüter haben dem fleißigen Hund die Arbeit abgenommen. "Die Appenzeller Bauern haben nicht mehr den Stolz, wonach zu schönem Vieh auch ein schöner Hund gehört", so Marcus Arbens, Geschäftsführer der Stiftung Pro Specie Rara.
Die Schweizer Bauern kümmern sich nicht mehr um ihren traditionellen Hund ,,weil es keine Subventionen gibt",
so sagt Sabina Dörig-Herzig, Vorstandsmitglied des Schweizerischen Clubs für Appenzeller Sennenhunde.
Starke Appenzeller Sennenhund-Populationen gibt es noch bei uns in Deutschland und den Niederlanden.
Im Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland(SSV) gibt es mittlerweile für alle vier Sennenhundrassen Arbeitskreise. Der Arbeitskreis Appenzeller Sennenhunde hat es sich zu einem besonderen Anliegen gemacht, die Zusammenarbeit, vor allem mit dem Schweizer Club, zu intensivieren und mit ihren Möglichkeiten die gemeinsamen Anliegen zu unterstützen.
In
den letzten Jahren fand der Appenzeller immer mehr Liebhaber und Freunde über die Schweiz, Deutschland und den Niederlanden hinaus. In Belgien, Frankreich, Österreich, Tschechien, Italien, Finnland, oder gar in den USA finden sich etliche Rassevertreter.
Die Welpenzahlen weltweit dürften mittlerweile
bei ca. 300 bis 400 pro Jahr liegen.
Zur Zucht werden nur Hunde verwendet, die dem Rassestandard entsprechen. Dieser wird vom Mutterland nach den
FCI-Bestimmungen festgelegt. Die einzelnen Rassehundezuchtvereine verlangen über das HD- (Hüftgelenksdysplasie)-Röntgen hinaus - Zuchttauglichkeitsprüfungen oder auch Ankörungen genannt. Es darf bei uns
in Deutschland nur mit HD -Freien, bis max.
HD-Leichten Tieren gezüchtet werden. Die u.a. vom Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland entwickelte Zuchtwertschätzung hat sich hierbei als sehr erfolg- und hilfreich erwiesen.
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